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Kaeser macht Druck

3. Bahn: Siemens-Chef Kaeser macht Druck

06.02.2017

Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Joe Kaeser, hat sich erneut für die dritte Start- und Landebahn am Flughafen München stark gemacht: »Eine leistungsfähige Infrastruktur ist ein entscheidender Standortfaktor einer Region. Das sollten die Entscheider im Sinne einer langfristigen Planung nicht vernachlässigen«, sagte Kaeser gegenüber dem vbw-Unternehmermagazin. Bayern sei auch wegen seiner guten Infrastruktur ein attraktiver Standort. Allein in München hätten sich sieben der 30 DAX-Unternehmen angesiedelt.

Siemens-Chef Kaeser ist der erste Vertreter eines DAX-Konzerns, der offen mögliche wirtschaftliche Konsequenzen anspricht, sollte die 3. Bahn nicht realisiert werden. »Wir als Unternehmen benötigen die dritte Startbahn in München nicht unbedingt. Denn wir haben immer Alternativen und gehen dann eben woanders hin, wenn wir diese Infrastruktur mehr benötigen, als sie vorhanden ist«, so Kaeser. Siemens hat in München und Berlin einen Unternehmenssitz. »Der Bau der dritten Startbahn schafft im Übrigen auch Arbeitsplätze, und zwar auch in einem Qualifizierungs- beziehungsweise Lohnbereich, der anderweitig vermutlich deutlich zurückgeht.«

Neben Kaeser setzen sich immer mehr Unternehmen für den Ausbau des Flughafens München ein. Allein auf gutfuerbayern.de äußern sich derzeit 212 Vertreter der Wirtschaft zu Ihren Gründen – von großen DAX-Unternehmen wie Audi, Allianz, BMW, Infineon, Linde und Munich RE über Firmen wie Deutsche Bahn und Zeppelin (Stand: Februar 2017). Unter den Partnern für den Ausbau sind auch große Mittelständler und Familienunternehmen vertreten – die gesamte Bandbreite der Bayerischen Wirtschaft. Noch nie gab es eine vergleichbar starke Unterstützung aus Industrie, Handwerk und Tourismusbranche für ein Infrastrukturprojekt in Deutschland.

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